Wird alles anders, wird alles neu.
Veranstalter verlegten Gollinger Traditionsfest nach Kuchl
31. 8. 2008 - 23:45 - Florian Machl
 Romantik pur. Das abendliche Bild des Zeltlagers vor der Bergkulisse.
 Als Veranstaltungsgelände diente ein Feld neben einer stark befahrenen Durchzugsstraße.
 Auf der Bühne donnern Ragnaroek.
 Die ausgefallensten und wunderlichsten Gewandungen und Besucher findet man in Golling.
 Noch eine Besuchergruppe, die sich viel Mühe bei ihrem Outfit gab.
 Klo-Misere. Mit den Toiletten ging leider einiges schief, hier das Dixi-Klo neben dem Misthaufen.
 Sonntagmorgen: Man flaniert durch die langen Reihen von Händlerzelten.
 Weniger eindrucksvoll fiel der Lagerauftritt einer der Ritterschaften aus. Schade.
 Ebensowenig schön: Auch das ist eine Lagergruppe.
 Irre, doch irre unterhaltsam. Die Gungnirs Snata proben den menschlichen Rammbock für die humoristische Feldschlacht.
 Am Sonntag Vormittag fast ausverkauft: Der Beerenweine-Händler.
 Großes Raumangebot trotz sehr vieler Darstellergruppen. Für etwa zehn Gruppen wäre sicher noch Platz gewesen.
 Überraschung! Der Gmunder Verein unter Obmann Wolfgang hat sich neu formiert und wird in Kürze seinen neuen Namen bekannt geben. In Golling war man heuer erstmals mit Lager vertreten.
 Schaustück der Soldurii Santicum - hier die ungerüsteten Stockkämpfer.
 Und hier die Kämpfer in Vollplatte, die sich wahrlich nichts schenkten.
 Eine Handwerkerin am Webstuhl.
 Fotos wie dieses illustrieren, warum Salzburg so eine beliebte Tourismusregion ist.
 Besucher beim Axtwerfen.
 Der Sarazene von Draconis Cognatio holt sich das schmackhafte Belohnungsessen für die Teilnahme an der Feldschlacht ab. Hoffentlich kein Schweinefleisch.
 Wer hat hier das Längste?
 Das Gauklerleben ist nicht leicht. Torxes und Pixel mit dem Narrenkarren.
 Das interaktive Märchen begeistert - wie immer.
 Zu Besuch: Burghexe Misha aus Kaprun mit Begleitung.
 Lagerdekoration bei Soldurii Santicum. Der Schattenplatz für die Rüstungen hat angesichts der folgenden Feldschlacht natürlich auch einen tieferen Sinn.
 Lobenswert: Georgi von der HexenKuchl hat in ein neues Zelt investiert, der grosse Sonnenschirm ist Geschichte.
 Isabella von Saltarello verzaubert durch ihr Harfenspiel.
 Totus Gaudeo, die Gewinner des Radio Aena Bandcontests, überzeugten auch abseits der Bühne.
 Feldschlacht - auf der einen Seite Wikingerhorden...
 ... auf der anderen Seite gepanzerte Ritter.
 Alle haben überlebt, wie die Verabschiedung beweist.
 Es wird schon mal ein Wiki am Schild getragen...
 Rhiannon beim Abschlusskonzert wieder voll in Fahrt - und ab sofort wohl zu fünft unterwegs.
 Ein glückliches Hochzeitspaar - Doreen und Magnus vom Bjornfolk.
 David, der Junior der Feuermatrix. Man mag diskutieren, ob Feuerspiel in diesem Alter schon in Ordnung ist, aber sicher ist eines: der Kleine war einer der Besten am Platz und machte keine Fehler.
 Besonders schön: Stabjonglage von Hannes von Glowfire.
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Am 30. und 31. August hielt der Veranstalterverein Forum Castelli zum 7. Mal das Mittelalterfest Golling ab. Der erste aufällige Unterschied zu den Vorjahren, in denen Golling ständig größer geworden war und zu einem der beliebtesten Feste Österreichs heranwuchs, war die Tatsache, dass das Fest nicht mehr in Golling sondern im Nachbarort Kuchl stattfand. Dieser Entscheidung ging eine lange Vorgeschichte voraus, die endgültige Bekanntgabe des Veranstaltungsortes mit den damit verbundenen Rahmenbedingungen wurde erst sehr spät publiziert. Dennoch blieben viele Gruppen der Veranstaltung treu und auch Heerscharen von Händlern fanden sich ein.
Die Veranstaltung stand unter guten Sternen, zumindest was die Wetterlage betraf. In der als äußerst wetterinstabil bekannten Gegend, wo viele Feste der Vorjahre unter Regenmassen litten, zeigte sich allen Wetterberichten zum Trotz kaum ein Wölkchen. Von Aufbau bis Abbau gab es Sonnenschein und sternenklare Nächte, Ersteres bescherte vielen Lagernden einen kräftigen Sonnenbrand, Zweiteres sorgte für eine prachtvolle Abendatmosphäre voller Romantik.
Das Gollinger Publikumsproblem
Die Besucherzahlen schienen zufriedenstellend zu sein, genaue Zahlen liegen derzeit noch nicht vor. Am Samstag war das Festgelände gut gefüllt, die Gastronomie war rund um die Uhr beschäftigt. Der Sonntag erwies sich als etwas Besucherschwächer, was an der sengenden Hitze gelegen haben dürfte. Auch ist anzunehmen dass viele der Besucher des Vortages ihren Rausch ausschliefen oder vielleicht gar gesammelt in eine Ausnüchterungszelle verbracht worden war - zumindest wäre letzteres die bessere Lösung gewesen. Wie schon im Vorjahr setzte sich 2008 der Trend fort, der auf keinem anderen Fest zu beobachten ist: Golling ist ein Treffpunkt für Menschen einer ganz eigenen Gothic Szene, die Personen beinhaltet, die sich durch Nichtbeachtung ihrer Alkoholgrenzen und hohem Aggressionspotential auszeichnen. Dies darf keineswegs nur den Gothics angelastet werden, denn solche Personen fielen auch unter dem restlichen Publikum überproportional auf, wohingegen auch viel
friedliches "Schwarzes Volk" anwesend war, wie man es von überall sonst gewohnt ist. Die Stimmung und das Aggressionspotential schaukelten sich am Samstagabend schlussendlich derart hoch, dass die Veranstalter "die Notbremse zogen" und weit vor dem geplanten Termin Marktende ausriefen - nämlich gegen 22:30. Dies bedeutete Sperrstunde für alle Gastronomen und Händler. Dennoch war bis gegen 01:00 immer wieder von Stänkereien zu hören, es gab vereinzelte Rangeleien und auch einen Polizei- und Krankenwageneinsatz. Eine der dreistesten Aktionen war eine Art "Überfall" auf eine Lagergruppe in deren Lager, wo vier Besucher unbedingt eine Schlägerei anzetteln wollten - glücklicherweise konnten die Störenfriede von den Darstellern vom Gelände komplimentiert werden. Die Veranstaltung wurde nicht durch Sicherheitspersonal geschützt.
Festgröße übersteigt die Möglichkeiten der Organisatoren
Die Besucher sind natürlich etwas, was ein Veranstalter nur bedingt beeinflussen kann. Im Zuge der Vorfälle wurde aber klar, was "Mechtl" von der Organisation am nächsten Tag auch selbst betonte. Das Fest sei den Veranstaltern etwas über den Kopf gewachsen, was Größe und Aufwand betrifft. Viel zu wenig Leute arbeiteten an einer Sache mit, die die Größenordnung eines kleinen Musikfestivals erreicht hat - und heuer in etwa auch diesen Flair verbreitete. So wurden auch am Sonntag einzelne Störenfriede nicht vom Veranstalter vom Platz verwiesen, einer davon pöbelte während dem ersten Rhiannon-Konzert im Zuschauerbereich sehr unangemessen die Gäste an, ohne dass irgendjemand darauf reagieren konnte oder wollte. Der Mangel an Organisationspersonal war an allen Ecken und Enden zu spüren. Das drastischste Resultat davon war die Toilettensituation. Das Fest verfügte zwar über einen Toilettenwagen, dieser - und der Wasserzufluss - wurde aber in den Abendstunden offenbar von Betrunkenen übel zugerichtet und war die Nacht über gesperrt und ohne Funktion. Übrig blieb ein einsames Dixi-Klo neben einem großen Misthaufen, mit dem einige Nachtschwärmer im Dunklen enge Bekanntschaft schlossen, sowie ein Behinderten-Dixi. Für mehrere hundert Darsteller ergab dies eine wenig zufriedenstellende Situation. Schon beim Aufbau sei - nach Stimmen aus den Lagergruppen - wenig Organisation erkenntlich gewesen, der Aufbau erfolgte mehr oder weniger frei nach Eintreffen der Gruppen. Einige Gruppen - wie Drachensporn - sollen aus Platzmangel auch wieder ausgeladen worden sein. Platzmangel, der vor Ort nicht nachvollzogen werden konnte, das Fest hätte sicher noch an die 10 Lagergruppen vertragen.
Durchwegs konstruktive Stimmung
Insgesamt war die Stimmung unter den Lagernden neutral bis positiv, die Besucher erschienen zufrieden und viele Händler machten akzeptable Umsätze, teilweise vielleicht etwas unter den Erwartungen. Der Veranstaltungsort, eine einfache, flache Wiese neben einer stark befahrenen Bundesstraße wurde akzeptiert, auch wenn natürlich viele dem lauschigen Plätzchen am See nachgetrauert haben, auch die schattenspendenden Bäume wurden schmerzlichst vermisst. Parkplätze für die Besucher sollen ebenso ganz in der Nähe vorhanden gewesen sein, darüber waren jedenfalls keine Beschwerden zu hören. Das Parken am Rande der Bundesstraße wurde am Samstag geduldet, am Sonntag von der Polizei mit Parkverbotsschildern unterbunden.
Flair eines Rockfestivals
Riesiges Musikaufgebot vom Feinsten
In diesem Artikel wurde das Musikfestival-ähnliche Flair der Veranstaltung schon erwähnt. Dieses resultierte nicht nur aus der optischen Erscheinung, der Lage auf einer einfachen Wiese, sondern basierte vor allem auch auf den vielen Gruppen, die zur Unterhaltung des Publikums engagiert worden waren. Es gibt kein Veranstaltungsjahr, wo die Organisatoren nicht tief in die Kasse gegriffen hätten, um eine Vielzahl beliebter Gruppen zu engagieren. Diesmal waren es die Sieger des Radio Aena Bandcontests, Totus Gaudeo. Hierzulande sind uns diese bislang noch nicht aufgefallen - doch dies kann sich ja vielleicht ändern. Die fünf spritzigen Vaganten sorgten dynamisch für gute Stimmung. Wo immer sie auftraten bildeten sich rasch große Menschenansammlungen.
Ständchen für ein Hochzeitspaar
Am Samstag spielten sie sogar im Lager des Bjornfolks auf, von denen zwei Mitglieder zuvor in der Burg Golling getraut worden waren. Zu viel wollen wir von der Hochzeit des sympathischen Paares hier nicht verraten, da es deren Privatsache ist und sie auch nicht als Schaustück für das Publikum dienen wollten. Soviel sei gesagt: sie hatten einen Riesenspaß und waren an beiden Tagen stets guter Laune. Sie nahmen sich stets viel Zeit für alle Bekannten und Besucher. Eine stimmige, runde Sache also, wie sie sich viele Paare wünschen, aber leider nicht alle erreichen.
Rhiannon künftig zu fünft?
Ein anderes Programm-Highlight war Rhiannon, stolz verkündeten die Veranstalter im Vorfeld, dass die beliebte Band erstmals auf dem Fest zu hören sein wird.
Rhiannon ist spätestens seit Dürnkrut in fünfköpfiger Besetzung zu sehen und zu hören. Die ehemalige Frontfrau Finja, von der man sich Anfang des Jahres aus internen Gründen getrennt hatte, spielte dabei sichtlich wieder die "erste Geige" und übernahm die meiste Kommunikation mit dem Publikum, wie auch schon in Dürnkrut zu beobachten war. Es gibt bislang kein offizielles Statement der Band, ob diese Konstellation künftig als fix anzusehen ist. In Golling wirkten die angesehenen Profis am Samstag noch etwas müde, die Band scheint in dieser Form auch noch nicht ganz eingespielt zu sein. Man vermisste ein wenig den intensiven Körpereinsatz, mit dem sonst speziell Trommler "Bumm Zack" Blumenrind das Publikum mitriss. An Karin, der exzellenten "Weltmusikerin", die erst in diesem Jahr zur Band gestoßen ist, entdeckten wir ein Schwangerschaftsbäuchlein - so war die Band eigentlich sogar zu sechst aktiv. Von ihr war in den letzten Monaten deutlich mehr zu hören und man kann nur hoffen, dass die Arrangements bald wieder die individuellen Vorzüge aller beteiligter Musiker unterstreichen, so wie man das gewohnt ist. Dass man am besten Weg dahin ist, zeigte das stimmige Abschlusskonzert am Sonntag.
Isabella von Saltarello, Ragnarök und die Landskroner Spielleut
Ein fixer musikalischer Bestandteil des Festes ist Isabella von Saltarello, die wieder gewohnt stimmungsvoll und gekonnt mit Harfe und Gesang unterhielt. Ragnaroek aus Vorarlberg war die nächste Gruppe auf der stattlichen Liste. Die ehrgeizige Formation verbessert sich stets und zeigt höchsten professionellen Einsatz. So stand Frontman Abraxas trotz eines kaputten Knies tapfer mit Hilfe einer Beinschiene seinen Mann. Einzig die Trommeln störten das Ohr des Redakteurs ein wenig - was nicht der Qualität des Trommlers anzulasten ist, sondern der puren Lautstärke der Perkussionsinstrumente. Die Klänge der anderen Musiker gingen hinter den donnernden Rhythmen fast schon unter. Etwas gewöhnungsbedürftig empfanden wir die Landskroner Spielleut, die mit Trommeln und Fanfaren musizierten und Minnesang und Balladen darboten. Geschmack ist aber glücklicherweise verschieden - jede Gruppe fand ihr Publikum. Das breite Spektrum an Musikern auf jeden Fall ganz klar lobenswert hervorzuheben.
Nornensanc bringt frischen Wind
Last but not least auf der Musikantenliste: Die Mädels von Nornensanc aus Villach, die schon in Heidenreichstein für Begeisterungsstürme gesorgt hatten, welche sich auch in den Huscarl Leserkommentaren niedergeschlagen hatten. Die Musikerinnen, die als Teil der Lager- und Schaukampfgruppe Soldurii Santicum auftreten, begeistern stets und bieten ein Klangspektrum und Musikrepertoire, das erfrischend viel Neues mit sich bringt. Das fand auch Arnulf das Schandmaul, der als Gast anreiste, aber sich nicht nehmen ließ, gemeinsam mit den Nornen zu musizieren. Die kurioseste, aber hochsympathische Aktion, die daraus resultierte, war gemeinsames Spiel zur Unterhaltung der langen Warteschlange vor dem einzigen Toilettenwagen, was von den Wartenden freudig und dankbar angenommen wurde.
Musiziert wurde auf einer Bühne, die optisch relativ neutral und somit im Marktambiente angenehm unauffällig war - und glücklicherweise komplett ohne Werbebanner auskam. Die Kaiser-Bier-Werbebanner, die beim letzten Fest an alle Ecken und Enden gepappt worden waren, wurden in diesem Jahr strategisch gut platziert, beispielsweise entlang der Umzäunung des Geländes. So störte man intern nicht das Ambiente, das auf der Festwiese neben der Bundesstrasse ohnehin sehr schwer zu erzeugen war. Etwas weniger ansprechend fanden wir das Musikanteneck, das sich hinter der Bühne bildete. Zwar spielten die Musici gut und gerne in spontanen Sessions miteinander, aber leider etwas abgeschieden von der reichlich vorhandenen Hörerschaft, die sicher sehr an den einmaligen klanglichen Ergebnissen interessiert gewesen wäre.
Lebensadern: Lager und Händler
Im Prinzip lebte Golling von der puren Masse der bunten Zelte der Lagergruppen und Händler. Die Händler schätzen wir auf rund 40, die Zahl der Lagergruppen wird auf der Veranstaltungshomepage mit 21 angegeben, wirkte optisch sogar deutlich darüber und lag durch einige zusätzlich Lagernde wie zum Beispiel der Feuermatrix und Jakob Marberger als Vertreter der Glesum Sippe auch tatsächlich über dieser Zahl. Die meisten Gruppen verfügten über eine stattliche Anzahl von Zelten und stimmungsvoll dekorierte Lager, doch zeigte sich insgesamt ein deutliches Gefälle von fast perfekt (Soldurii Santicum, Waffenbrüder zu Burg Ekh - um einige hervorzuheben) bis deutlich unter aller Kritik. Die Namen der Gruppen sind unwesentlich, denn jeder hat einmal klein angefangen und verdient eine Chance. Die hier aufgetretenen Mängel hätten aber eigentlich durch eine starke Organisations-Mannschaft aufgefangen werden sollen. So lagerten zwei Gruppen überhaupt unter freiem Himmel, geschützt durch einige wenige Strohballen. Natürlich lagen ebendort Mengen an Pappkartons, Plastiksäcken und dergleichen mehr herum. Eine Ordnung oder eine Anstrengung um Ambientetauglichkeit war nicht einmal im Ansatz zu erkennen. Kann man dem ebenfalls noch nicht sehr angepassten Zeltlager der Feuermatrix und ein bis zwei anderen Newcomern noch bemühten Anfängerstatus zuerkennen und auch stetige Verbesserungen bemerken, ist dieses oben beschriebene Auftreten Marke "ist eh alles Wurst" auf heimischen Märkten bislang noch nie beobachtet worden. Eine gewisse Gleichgültigkeit hinsichtlich der Darstellung war mit fortschreitender Festdauer jedoch auch bei vielen anderen Gruppen bemerkbar. In Gesprächen wurde geäußert, dass bei einem Fest, wo zu jeder Tageszeit Autos übers Gelände fahren können und jegliche optische Mängel bei Darstellergruppen toleriert würden, auch keine große Motivation bestünde, sich selbst bis ins letzte Detail zu bemühen.
Schaustück von Soldurii Santicum
Freunde kriegerischer Unterhaltung kamen gut auf ihre Kosten. So führten die Villacher Soldurii Santicum jeden Tag ein sehr kurzweiliges Schaustück vor – eine unterhaltsam choreographierte Auseinandersetzung um einen Apfel, der einer einfachen Bauersmagd gestohlen wurde. Nach etlichem Hin und Her, gespielt von ungerüsteten Stockkämpfern bis hin zur Stadtwache in Vollplattenrüstung, bei deren Auseinandersetzungen man sich wahrlich nichts schenkte, eroberte schlussendlich die tapfere Magd ihren Apfel selbst zurück – mit belehrenden Schlägen einer Bratpfanne. Die Soldurii zeigten dabei hohes kämpferisches Können und großen Einsatz, ohne sich von der brennenden Sonne beirren zu lassen. Die Kampfarena war flächenmäßig sehr großzügig angelegt, nur bei den Absperrungen schien wohl das Material ausgegangen zu sein, da nur auf zwei Seiten eine – dringend notwendige – doppelte Seilabsperrung realisiert werden konnte.
Missgeschick bei Ambaktos
Ausbaufähig erschien der Auftritt der Reiterinnen von Ambaktos, auch wenn im Vergleich zum Vorjahr schon einiges am Outfit verbessert wurde. Selbst waren wir leider nicht vor Ort, doch die Besucher vom Samstag berichteten von einem Missgeschick, bei dem vom Pferd aus mit dem Bogen geschossen wurde und ein Abpraller ein kleines Mädchen im Publikum traf. Die Beteiligten kamen zum Glück mit dem Schrecken davon, doch es zeigte sich einmal mehr, dass genaue Planung, viel Training und noch etwas bessere Absperrmaßnahmen unentbehrlich für jegliche Kampfvorführung sind. So fehlte bei fast jeder Darbietung das Sicherungspersonal, das das Publikum zurückhalten sollte, einzig bei der Feldschlacht war ein Einzelner dafür zuständig, die sicher über 50m langen Begrenzungsseile zu sichern.
Feldschlacht
Ebenso täglicher Programmpunkt war die Feldschlacht, die vom „Grafen“ der Getreuen zu Pleyen organisiert wurde. Daran nahmen Kämpfer von Gungnirs Snata, Via Nostra, Draconis Cognatio, Soldurii Santicum, Prima Nocte, den Sturmfalken und den Getreuen zu Pleyen teil. Am Samstag sollen es einige Teilnehmer mit Ehrgeiz und Energie ein wenig übertrieben haben, was Trefferwirkung und Körpereinsatz betraf – zumindest waren im Nachhinein dazu einige kritische Stimmen zu hören. Die Teilnehmer machten das Beste daraus und verbesserten sich zum Folgetag gewaltig. Aus einer eher ernsten Auseinandersetzung wurde eine großartige Show für das Publikum, die viele humoristische Elemente beinhaltete. Vom Verspotten des Gegners bis zum Einsatz eines Mitglieds von Gungnir Snata als menschlichen Rammbock, der von vier Kampfgefährten gegen den Schildwall der Gegner geschwungen wurde, waren viele Punkte dabei, die die zahlreichen Zuseher zum Schmunzeln brachten. Einmal mehr bewies sich, dass sich mit humoristischen Schaustücken mehr erreichen lässt als mit roher Kampfgewalt.
Weiteres Unterhaltungsprogramm
Spielerische Unterhaltung für groß und klein war reichlich vorhanden - oft sogar mehr, als genutzt wurde. So boten einige Lager Bogenschießen und Axtwerfen an, man konnte Hufeisenwerfen und vieles mehr. Es gab Möglichkeiten zum Handwerken, aber auch Gleichgewichtsspiele am Balken, von dem man den Mitspieler mit einem weichen Sack herunterschubsen musste. Torxes von Freygeyst und Pixel unterhielten als Walking Acts und natürlich auch mit weit ausholenden Märchenerzählungen mit reger Publikumsbeteiligung. Auf Stelzen oder mit dem großen Narrenkarren waren die rot-gelb-gestreiften Narren ständig an allen Ecken und Enden präsent.
Nacht der Feuershows
Der Samstagabend brachte nicht nur die Nacht der ungut auffallenden Besucher, wie geschildert, sondern auch die Nacht der Feuershows. Diese hatten es in sich, insbesondere die eigentlich nicht geplante Darbietung von Gungnirs Snata gemeinsam mit den Feuerkünstlern der Feuermatrix und deren Freunde (Feuerschrey, Glowfire, Firespirits) sowie Alan von Prima Nocte. Höhepunkte waren fünf Feuerspucker zugleich am Platz oder ebenso viele Artisten an den Pois. Unterstützt wurde die Show von den Klängen von Rhiannon. Etwas später gab es noch die Feuershow von Torxes von Freygeyst, der wieder einmal bewies, dass niemand höhere Feuersäulen in den Nachthimmel zeichnet wie er. Leider war die Stimmung im Publikum schon sehr alkoholgeschwängert, das vom Veranstalter verfügte verfrühte Marktende war ziemlich nahe - und so fiel diese zweite Feuershow etwas kompakter aus, als gewohnt.
Den Umständen entsprechend viel erreicht
Mit der siebten Ausgabe des Mittelalterfestes Golling wurde den Umständen entsprechend viel erreicht. Die Umstände waren gewiss nicht einfach. Das Fest wird in Golling kaum unterstützt, im Gegenteil, es arbeiten eher viele Menschen dagegen oder versuchen sehr unverschämt, sich daran zu bereichern. Das begann mit absurden Platzmieten und endete bei der Verpflichtung, den Wirt akzeptieren zu müssen, der völlig ambientebefreit überteuerte Speisen anbot und es mit der Ausschank von Alkohol an alkoholisierte nicht sehr genau nahm - der eigene Gewinn stand rücksichtslos im Vordergrund. Politischer Wille war nur wenig vorhanden, das Fest zu halten - und war er vorhanden, resultierte er nicht in Taten. Selbst heuer, wo das Fest im Nachbarort stattfand, profitierte Golling wirtschaftlich sehr. Alle Hotels und Pensionen waren ausgebucht und sicherlich wurde von der Flut an Gästen auch das eine oder andere konsumiert.
Trotz des etwas hastigen Umzuges auf eine alternative Festwiese, die sicher vom Ambiente her von vielen anderen Veranstaltungen leicht zu schlagen ist, gelang es, ein Fest zu zaubern, das viele tausend Besucher gut unterhielt. Besonderes Lob gilt der großen Auswahl an Musikgruppen. Im Rahmen der Möglichkeiten, die wirklich bescheiden waren, wurde viel geleistet und geboten. Als Gast kam man für die humanen 6 Euro Eintritt sicherlich auf seine Kosten. Auch war zu bemerken, dass an allen Ecken und Enden Verbesserungen zum Vorjahr versucht wurden - oftmals durchaus erfolgreich. Seien es die angenehm positionierten Sponsorplakate oder die nicht mehr ganz so schlimme Gastronomiemeile. Man kam zum Eindruck, dass die Veranstalter im Vorfeld getan hatten, was in ihrer Macht stand - mehr war nicht drinnen. Großen Respekt für veranstalterischen Mut möchte ich auch für das vorgezogene Marktende am Samstag aussprechen. Eine sicher auch unpopuläre Entscheidung, die angesichts der Stimmung im Publikum richtig und wichtig war.
Verbesserungsmöglichkeiten
Was die Veranstalter den darstellenden Gruppen bieten, bedarf jedoch dringend einer Überholung. Das Fest lebt einzig und alleine von den Gruppen und diese waren ausnahmslos freiwillig und ohne Kostenerstattung als Selbstverpfleger vor Ort. Einzige Ausnahme war ein hervorragendes Essen, dessen Zubereitung übrigens der Lagerköchin der Gungnirs Snata zu verdanken ist. Die Mahlzeit diente am Sonntag als Anerkennung für die Teilnehmer der Feldschlacht. Meines Erachtens wäre es richtig und wichtig, wenn Veranstalter ausnahmslos als Mindeststandard entweder die Vollverpflegung der Lager oder die Fahrtkosten finanzieren. Keines von beidem zu bieten ist eine Sitte, die vielleicht in der Vergangenheit mancherorts gut geklappt hat, aber zu immer mehr Unmut führt und bei genügend Nachdruck durch die Lagergruppen so nicht weiter zu praktizieren sein wird.
Warum die Toilettensituation, die schon in den Vorjahren kritisiert wurde, immer noch so schlecht war, ist unklar. In Wahrheit war es sogar ein Rückschritt von zwei Toiletten des Vorjahres auf einen einzelnen, wackeligen Wagen. Bis zur Behebung der Fehlfunktionen, die fraglos durch Vandalismus bedingt waren, verging eine viel zu lange Zeit. Wenn schon keine Bezahlung der Darsteller stattfindet, hat zumindest die Infrastruktur zu passen, weil was bleibt sonst noch? Richtig - ein Punkt fehlt noch, die Sicherheit. Heuer hat sich endgültig erwiesen, dass die Sicherheit der Lagergruppen nicht oder nur mangelhaft gewährleistet ist. Bei derart gewaltbereitem Publikum ist dringend eine professionelle Security einzufordern. Nachts kurvten verschiedene Autos am Gelände, bedauerlicherweise nicht nur von Teilnehmern sondern auch von Ortsansässigen, die im Golf GTI sitzend eben "mal schauen wollten". Hinzu kommt der geschilderte "Überfall" auf eine Lagergruppe sowie viele Vorkommnisse im Zuge von unnötigem Alkoholmissbrauch. Sogar der Bahnhof im Ort soll noch deutliche Spuren davongetragen haben.
Es soll sich noch mehr ändern...
Das kommende Jahr wird jedenfalls weitere Änderungen mit sich führen. Diskutiert wird vieles - von einer Rückkehr zum alten Veranstaltungsort bis hin zu einer verdienten Pause. Ebenso steht im Raum, dass die Organisation an jemand anderen abgegeben wird, eine interessierte Gruppe aus der Region habe man dafür schon im Auge. Hier bleibt also alles offen, vom Ende bis zum konstruktiven Neustart, auf den natürlich alle hoffen.
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1. Kommentar von Florian Machl (Administrator) am 01.09.2008 um 01:58
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Schön wars irgendwie...
... auch wenn nicht alles perfekt war. Danke für die nette Aufnahme in so vielen Lagern! Aus einem für 2 Stunden geplanten Kurzbesuch wurde dann doch ein ganzes Wochenende. Ich wünsche den Veranstaltern alles Gute dabei, dass sich die Verhältnisse im kommenden Jahr etwas stabilisieren.
2. Kommentar von Griessu am 01.09.2008 um 10:25
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Ambaktos
Laut Besucher aussagen befand sich das Kind im bereich zwischen den Beiden Abgrenzungen. Währe das Kind im Vorgeschriebenen bereich gewesen währe nichts passiert.
3. Kommentar von Frigg am 01.09.2008 um 11:01
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Ambaktos die Zweite...
Der Vorfall bei der Ambaktos-Aufführung hätte durch die Einhaltung der Begrenzungen wirklich verhindert werden können (hab selbst zugesehn). Ein wenig Sicherheitspersonal hätte der Veranstaltung vor allem im Bereich Turnierplatz wirklich nicht geschadet, da muss ich dem Herrn Florian wirklich recht geben.
4. Kommentar von Erato am 01.09.2008 um 12:53
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Vandalismus beim Wasseranschluss
Zur Ehrenrettung des Verursachers und Berichtigung des Artikels möchte ich gerne anmerken, dass die Beschädigung am Wasserverteiler nicht durch Vandalismus (wie ursprünglich angenommen) entstanden ist, sondern durch ein unbeabsichtigtes Missgeschick eines Lagernden, der auch sofort zu den Organisatoren ging um dies zu melden und herzurichten! Leider wurde dies aber von unseren "Arbeitern für Wasser und Strom" nicht so gesehen und dadurch hat es eine völlig falsche Darstellung der Tatsachen ergeben.
5. Kommentar von Florian Machl (Administrator) am 01.09.2008 um 13:15
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Danke für die Info, Erato!
Wurde mir am Sonntag von den Veranstaltern noch anders berichtet, gut dass nicht jeder Schaden auf Böswilligkeit zurückzuführen ist. Das Innere des Wagens soll aber am Abend sehr extrem gelitten haben.
Nicht lobend erwähnt wurde die Platzreinigung. Das Veranstaltungsgelände hat Samstagabend ausgesehen wie ein Saustall, Sonntag morgen war wieder alles gesäubert. Sicher ein gröberer Aufwand!
6. Kommentar von Namor am 01.09.2008 um 14:48
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Schönes Fest
Ich habe "Golling" wieder als schönes Fest empfunden, auch wenn es ein paar Dinge gab, welche verbesserungsfähig wären. Aber wo gibt es die nicht, wenn man danach sucht?
Gut hat mir diesmal die durchmischte Aufteilung der Lager und Marktstände gefallen, wodurch das Flanieren gleich viel schöner war. Die fast strickte Trennung auf dem alten Gelände war nicht so mein Fall. Allerdings hat die Atmosphäre vom Egelsee schon sehr gefehlt. Die Verlegung des Festes war spärlich angekündigt und daß nicht nur wir Probleme hatten an diese Information zu kommen, haben einige ratlose Gesichter gezeigt, welche wir am Sonntag im Ort Golling getroffen haben. Man hätte zumindest bei den Eingängen zum vorherigne Gelände ein paar Schilder aufstellen können (so wie vor dem Tourismusbüro).
Von der Feuershow war ich diesmal etwas enttäuscht, da der Platz vor der Bühne zu klein war und man schwer noch einen ordentlichen Stehplatz ergattern konnte.
Die Anzahl der Klos könnte man bei der Größe des Fests sicher verdreifachen. Vor allem zu Stoßzeiten bildeten sich ordentliche Schlangen. Auch die Wasserversorgung war so lückenhaft, daß man 3 Liter Leitungswasser gegen eine Flasche Met eintauschen konnte
So genug "gejammert". Zum Positiven:
Das Wetter war richtiges Kaiserwetter, die Preise waren moderat (sowohl Eintritt als auch die Marktstände) und es waren viele Gewandete unter den Besuchern. Auch die Verpflegungsstände waren dieses Jahr zumindest bemüht etwas mehr Atmosphäre zu schaffen auch wenn mich die Bierwerbungen nach wie vor gestört haben (ev. Vorschlag fürs nächste Mal: Mahlt - ja das mit Farbe und Pinsel - die Logos einfach auf ein Banner oder ein paar Bretter und es wird nicht mehr stören).
CU Roman
P.S.: Besondern Dank möchte ich noch der Gruppe Vicarii Noricum für Ihre Gastfreundschaft zu kommen lassen!
PP.S.: Dank auch an Soldurii Santicum für das gute Tauschgeschäft.
7. Kommentar von Dorina am 01.09.2008 um 22:03
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Alkoholexzesse
Interessant, dass sich da so ein Trend entwickelt. Das konnten wir heuer schon in Schwarzenbach zur Genüge beobachten, bzw haben wirs auch tw. am eigenen Leib erfahren. Zerstörte Autoreifen, niedergerissene Zelte, Stänkereien,...
Das Problem ist, dass man für diese Leute extra Security- Personal bräuchte.... Leider
8. Kommentar von G-G am 02.09.2008 um 08:02
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Einige Saufleute bei den Kaufleuten
Leider kann ich nur bestätigen, dass, nachdem von Veranstalterseite der Ausschank eingebremst werden mußte, die von weiterem Nachschub abgeschnittenen Saufleute zu verschiedenen Kaufleuten und auch Lagergruppen (zum Teil einfach über die Absperrung marschierend) kamen und sich dabei noch ultracool vorkamen, wenn sie um den Verkauf von Alkohol und damit verbunden Rabatt bettelten und in ihrem subiluminierten Zustand ganz erstaunt feststellen mussten, dass nicht jedes Zelt ein Ausschank ist.....
Es ist zwar lobenswert, wenn Veranstalter den Hahn zudrehen, aber es ist sehr schade, wenn das so sein muss. Ich bin die letzte, die sich auf einem Fest zuschüttet, dazu muss ich am nächsten Tag zu früh wieder fit sein, vom Restalkohol bei der Heimfahrt ganz zu schweigen, aber es ist schade, wenn man nach der Arbeit nicht noch ungestört zu Freunden an die diversen Met- und sonstigen Stände kommen und sich nett unterhalten kann.
Übrigens, eines der nächtlichen Autos war meins. Es hat mir, angesichts der tollen Abendstimmung fast weh getan, ins Lager zu knattern, aber meinen schlafenden Junker bis zum Parkplatz zum Hotel Transit zu schleppen.... Von den Drive-In-Besuchern hab ich gar nichts mitbekommen. Das ist ja wirklich das letzte!
Sonst kann ich nur sagen, dass es ein wirklich schönes Fest war, dass auf diesem Platz auch sicher noch wachsen kann.
9. Kommentar von magnus am 02.09.2008 um 09:18
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Danke-Danke-Danke
Ich und Doreen möchten uns nochmals herzlich bei allen Gruppen (vor allem unserer eigenen) und Händlern bedanken, welche uns Hochzeitsgeschenke materieller und immaterieller Art überreichten. Ein besonderer Dank gebührt all den Musikern die in unserem Lager für uns "Privatvorstellungen" bis in die Morgenstunden gaben und natürlich auch den Gungnirs Snata, die uns mit Ihrer Feuershow einen unvergesslichen Moment beschert haben. Den Pferdemädels von Ambaktos danken wir für den Hochzeitsritt von der Burg zum Fest. Dank Euch allen wurde diese Hochzeit unschlagbar schön, und den Versuch die kirchliche Hochzeit nächstes Jahr noch besser werden zu lassen haben wir schon aufgegeben.
PS: Berenger keep on singing!!! (REPEATx4) 
10. Kommentar von Berenger am 02.09.2008 um 14:00
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Golling...ein Zwiespalt der keiner ist...
Ich könnte euch jetzt erzählen dass ich dieses Jahr in Golling die sanitäre Einrichtung fürchterlich fand,dass eine gewisse "Lagergruppe" wegen mangelnder Professionalität und grenzwärtiger Kriminalität nicht mehr wagen sollte ihr Gesicht auf irgendeinem Markt zu zeigen oder dass ich Samstags Nachts von einem Haufen "Besucher" mit Katanas und Äxten bedroht wurde...
All diese Dinge verblassen vollkommen wenn ich daran denke wieviel Freude und Begeisterung auf diesem Markt herrschte...
Da war für mich natürlich vordergründig die besagte Hochzeit,welche mich persönlich sehr gerührt hat.. und abends dann unsere kleine Feuershow als Hochzeitsgeschenk ("Ich bin SO froh dass es euch beiden gefallen hat")...
Die Feldschlachten waren an beiden Tagen sehr unterhaltsam,am ersten Tag eher für uns Kämpfer,am zweiten Tag für das werte Publikum aber alles in allem lief es sehr fair und lustig ab (ein Dank an alle Krieger und Helferlein)....
Die Musik war,wie könnt es ander sein.... genial, und ich verneige mein Haupt vor Rhiannon welche unsere Feuereinlage so gekonnt mit ihren Klängen geleitet haben..
Nornensanc haben sich mir dirket ins Herz gespielt und ich freue mich auf jede weitere Begegnung mit diesen talentierten Schönheiten...
Ich danke nochmals allen Veranstaltern und Beteiligten sehr für 3 wunderbare Tage...
Und wünsche dem jungen Brautpaar alles Gute was man zwei so lieben Menschen nur wünschen kann......
@magnus
mach ich nur zu gern*g* singend von Lager zu Lager zu ziehen war die schönste Beschäftigung für mich...Hope you enjoyed it...wehe ich finde das Video auf Youtube ;)
11. Kommentar von Ambaktos am 02.09.2008 um 20:37
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Objektiv schreiben
Lieber Flo,
du hast schon recht mit deiner Kritik über uns, doch solltest du um Objektiv beurteilen zu können auch unsere Seite sehen. An diesem Wochenende wurden unsere Wünsche nicht berücksichtigt'(Pferde standen in der Prallen Sonne, Wasseranschluss war am anderen Ende des Festes, wir durften das Program nicht wie geübt durchziehen, weil uns nicht mitgeteilt wurde das danach eine Feldschlacht anstand(kein Galopp), der Tunierplatz wurde uns größer und nur von drei Seiten zugänglich beschrieben...). Zudem standen die Pferde nicht wie abgesprochen am Waldrand, sondern wurden direkt an der Kasse plaziert, somit waren die Pferde von allen vier Seiten zugänglich und ständig unter Stress. Ausserdem haben wir schon ein halbes Jahr, fast täglich, mit den Pferden geübt, doch nichts desto trotz kann man nie vorraus sehen wie die Pferde in Gewissen Stress Situationen reagieren. Falls du gern noch ein paar mehr Infos haben willst, melde dich! Liebe Grüße Julia und Hannah von Ambaktos (+04917662182250)
Pferde...
...brauchen, um mit ihnen gut arbeiten zu können, die Möglichkeit, sich zwischendurch zu erholen.
Leider gibt es diese Probleme immer wieder und man sollte alle Dinge, die dafür notwendig sind vertraglich im Vorfeld regeln, damit man nachher eine gewisse Handhabe hat (z.B. "wenn der Vertrag nicht eigehalten wird, sehen wir uns außerstande, dies ebenso zu tun).
Warum dies so wichtig ist: Bei solchen Veranstaltungen arbeitet ein mehr oder weniger großes Team, d.h. mündliche Absprachen werden selten an alle korrekt weiter kommuniziert, selbst wenn das Team noch so bemüht ist. Zudem haben die Leute oft keine Ahnung, worauf da alles zu achten ist und was wirklich wichtig ist. Ich habe es auch erst durch unsere Pferde in der letzten Saison von meiner Frau gelernt. So kann es dazu kommen, dass vom Veranstaltungsteam eine Änderung vorgenommen wird, mit den besten Absichten vielleicht, die von den Pferden her gesehen, bestenfalls suboptimal ist.
Zur Absperrung bei der "Feldschlacht" (die Pferdevorführung habe ich nicht gesehen, daher gebe ich hierzu keinen von meiner Seite unqualifizierten Kommentar ab):
Ich möchte meine Bewunderung für Griessu, der alleine als Kampf- und Linienrichter bzw. Absperrungs-Security aktiv war und versucht hat, öglichst überall gleichzeitig zu sein (Kerl, Du bist gerannt...).
13. Kommentar von Griessu am 03.09.2008 um 10:57
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Absperrungspersonal.
Ich was Sonntags verwundert warum ich eigendlich alleine drinnen stand und absicherte, am Samstag wahren wir noch zu dritt.
Es hat aber spass gemacht auch wenn ich nachher durchnässt war und mein Gesicht dank eines Sonnenbrandes herrlich schmerzte. Danke an Florian für den guten Ratschlag mir einen Stab zu besorgen, hat einiges leichter gemacht. Danke an die Kämpfer die nur dreimal versucht haben meinen Kopf abzuschlagen *gg* und nein ich werde mir auch zukünftig keine leichte Rüstung und nen Helm aufsetzen, mit Helm sehe ich nichts und mit der Rüstung behindere ich mich selber, ohne kann ich mich vor den Schwertern weg ducken und schnell laufen, wie es diese WE gezeigt hat.
Danksagungen & Diverses
Jep, danke nochmal an Griessu für seine wertvolle Assistenz am Schlachtfeld, ich hoffe der Badezuber hat dich für deine Mühen entschädigt ;)
Danke auch an Arnulf für den sonntäglichen spontanen Einsatz seiner gewaltigen Stimme an eben jenem Felde ;)
Ebenso natürlich Dank an die anderen helfer, die Organisation im Allgemeinen und Besonderen, sprich an jeden, der das Fest und die Programmpuntke möglich gemacht haben.
Zu den Betrunkenen und Randalierenden - nun ja, von Rettung oder Polizei am Veranstaltungsort hab ich gottseidank nichts mitbekommen. Und ja, es mag schon stimmen, dass Golling etwas mehr an Kampftrinkern unter den Besuchern aufzuweisen hat als andere Märkte, "ungute Leut" hat man aber leider überall, es komtm nur drauf an ob man letztendlich selbst belästigt wird oder diese wahrnimmt.
Blöd ist nur, dass auch die eigene Gastfreundschaft mitunter drunter leidet - an dieser Stelle nochmal eine verspätete Entschuldigung an jenen unbekannten Gewandeten, der sich Samstag nacht zu unserem Lager setzen wollte und von mir auf später vertröstet wurde - just in diesem Moment hatte ich nämlich eine unerfreulich Grundsatzdiskussion mit einem Bekannten von uns über die Personen, die er mitunter in unser Lager anzuschleppen pflegt.
15. Kommentar von Griessu am 04.09.2008 um 01:29
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????
Schon wieder ein Lob???? Wenn mein Gesicht nicht durch den Sonnenbrand von Golling so rot währe würde ich es jetzt warscheinlich werden.
Ich kann nur den Text sagen denn ich immer sage, "Ich bin für jeden Blödsinn zu haben." Ich hoffe euch hat die Schwertaktion mit eurem Mitglied gefallen, auch wenn er kurz davor war mich nieder zu schlagen.
Und ja der Badezuber hat eineiges entschädigt *gg*, die weibliche Gesellschaft war zwar etwas mager, aber man kann ja nicht alles haben.
Alls dann ein danke schön an alle die mir bei meinen Aktionen beistand geleistet haben und mit dehnen ich in Golling soviel Spass haben durfte. Auf dass es in Purgstall genau so lustig wird.
16. Kommentar von Gaurvaeth am 05.09.2008 um 19:49
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Enttäuscht
Suilad!
Ich war am Samstag gegen Mittag am "Fest"-platz und kurz nach Mittag wieder weg. Ich kann nichts über die Lagernden oder die Händler sagen, mir hat das Auftreten des festes schon genügt. Keinerlei Anfahrtsschilder, bei einem Eingang eine Kasse, beim zweiten keine, ein Toilettenwagen der nicht funktionierte kurzum augenscheinliche Desorganisation!
Das fehlende Ambiente war dann das Tüpfelchen auf dem i von "gestrichen" (von meiner Besuchsliste). Mit dem was ich jetzt noch über Gäste gelesen habe ist meine Entscheidung erst recht gefestigt.
Scahde um eine ehemals sehr, sehr nettes Fest!
17. Kommentar von Robert am 06.09.2008 um 20:13
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Hm....
... mein letzter Kommentar wurde wohl irgendwie vom System hier verschluckt, schade.
War ein eher länglicher Text, von dem aber vieles schon im Artikel selbst und in den Kommentaren hervorgehoben und auch angeprangert wurde.
Kurzzusammenfassung: Es sind einige Dinge passiert, die alles andere als erfreulich sind, und da muß sich unbedingt etwas ändern.
Leider leider hat das Fest im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren nachgelassen, was aber nicht allein der Orga zugeschoben werden kann.
18. Kommentar von Florian Machl (Administrator) am 07.09.2008 um 20:12
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Oje...
... das hör ich aber gar nicht gern wenns wieder Probleme mit dem Kommentarsystem gibt. Bitte unbedingt melden, wenn etwas schiefläuft, das sollte natürlich keinesfalls sein!
19. Kommentar von Theafth am 08.09.2008 um 22:31
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Fürchterlich...
Also ich muss sagen ich war heuer dermassen enttäuscht das ich nicht dachte überhaupt wieder auf einen Mittelaltermarkt zu fahren. Purgstall hat mich dann doch eines besseren noch belehrt.
Ich war heuer das 4te Mal in Golling und jedes Jahr bis auf heuer war es ein Hammer.
Doch heuer schrecklich, das enttäuschenste Mal angekommen, waren wieder zentral in Golling platziert, erste Antwort die mann bekommt, das Fest sei nicht mehr hier? Toll, die schöne Location die die Stimmung hier ausmacht einfach weg ;( Hab einen tag zuvor noch auf der Homepage nachgesehen ob sich etwas geändert hatte, doch dort stand nichts. Mann muss übrigens anmerken das ich eine Anreise von 340km habe. Das fest selbst: Lieblos gestaltet, die Preise eine Frechheit (hatte in Purgstall den Vergleich, die selben Stände, vor allem Essenstände haben oft 1-2€ mit Purgstall geschwankt)
Lieblose Turnierdarstellungen und wildes Gesaufe, schrecklich. Hatten alle keine Lust mehr am 2ten tag inzugehen...
Wir waren immer 10-14 die gemeinsam nach Golling fuhren, nur sollt es wieder dort stattfinden, haben die Gollinger Ausbeuter 14Leute weniger.
20. Kommentar von Kathla am 09.09.2008 um 08:33
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Senf der xte
So schlimm wie Golling hier dargestellt wird, wars beileibe nicht.
Klar ist die Location neben der Straße nicht gut, aber man kann auch ohne eine Burg, mitten auf der Wiese ein tolles Fest veranstalten. Beweisen die vom Cave Gladium jedes Jahr.
Es ist halt nicht so einfach, jemanden zu finden, der einem einen Platz vermietet der alle Kriterien erfüllt, die man haben will. Von daher hat die Orga gute Arbeit geleistet. Sie haben aus dem vorhandenen Gegebenheiten das Beste gemacht.
Den angesprochenen Frust über die Preise kann ich nicht nachvollziehen, das war normales Marktniveau. Da hab ich schon weit schlimmeres erlebt....
Was die ganzen Randalierer angeht... die gibts immer. Auf anderen Festen gibts halt nur eine Security, die aufpasst. Das ist eigentlich fast mein einziger Kritikpunkt... Das und die Gruppen, die meinen, sie müssen ihre Verträge nicht halten und um die deppertesten Uhrzeiten mit dem Auto aufs Gelände fahren. Das zerstört jede Stimmung.
Was ich tierisch schade finde, ist diese "Hauptsach-es-ist-irgendwie-ambientig"-Haltung. Da verliert man als Darsteller einfach die Ambition. Wenn wir schon nur zum Spaß kommen, dann erwart ich ein bissl mehr...
Auch wenn das Fest für uns nicht das schönste der Saison war - was an persönlichen Gründen lag - haben sich die Organisatoren doch wieder alle Mühe gegeben und einen guten Job geleistet.
21. Kommentar von Florian Machl (Administrator) am 09.09.2008 um 08:48
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Frage an die Pferdemädls von Ambaktos
Mehr und mehr erfahren wir, wie Euch im Prinzip von den Veranstaltern "übel mitgespielt wurde".
Wie ihr selbst hier schon geschrieben habt: Die versprochene Fläche der Turnierarena soll zu klein gewesen sein, der euch zugesicherte Lagerplatz mit Schatten wurde euch nicht gewährt, das Wasser für die Tiere war über den ganzen Platz zu schleppen, der "ruhige Lagerplatz" lag in Wahrheit neben der Straße und der Kassa. Gagen gabs ja auch keine (Was mich persönlich am meisten ärgert, denn wo gibts denn sowas: Eine Gratis-Pferdeshow, wo man die Akteure derart schäbig behandelt?).
Das alles bringt mich zu einer Frage: Wenn so viele Vereinbarungen gebrochen wurden, wenn die Voraussetzungen und Bedingungen allesamt nicht passen: WARUM um alles in der Welt tritt man dann überhaupt auf? Warum packt man nicht seine Sachen zusammen und fährt wieder?
22. Kommentar von Ambaktos am 09.09.2008 um 16:39
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Weil wir dumm sind!
Lieber Flo,
ganz einfache Antwort:Weil wir dumm und gutmütig sind und zudem nicht die Pferde von Berchtesgaden nach Golling verfrachten um dann zu beschließen das ma uns weigern die Show zu machen!Im Übrigen haben wir am Sonntag bei unsrer letzten Show gestreikt!noch Fragen?
Liebe Grüße ambaktos
"Ranadlierer"
"Was die ganzen Randalierer angeht... die gibts immer. Auf anderen Festen gibts halt nur eine Security, die aufpasst."
Nein, die gehören glücklicherweise nicht zu den typischen Begleitumständen von Mittelaltermärkten (ob mit oder ohne "Securities", die ich eher für Teil des Problems statt dessen Lösung halte) und es wäre interessant, dem Umstand nachzugehen.
24. Kommentar von Robert am 13.09.2008 um 21:47
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@ Florian Machl
Ich denke den Beitrag hats verschluckt, weil ich mich da direkt neu angemeldet hatte.
Es kam eine Meldung daß der Beitrag freigeschalten werden würde, sobald ich auf den Link in der Bestätigungsmail klicken würde. Das war aber nicht der Fall.
Nicht so tragisch, es haben ja viele Leute hier was gesagt, mein Text wäre nur nochmal Bestätigung bzw. Wiederholung gewesen.
Ich zieh halt für mich die Erkenntnis auds den Beobachtungen, daß auch ich selber mich wieder mehr ins Zeug werfen sollte, um für mehr Ambiente und weniger Pseudo zu sorgen.
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