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(C) Werner Maier
Eine wunderschöne Kulisse - die in weiten Teilen gut erhaltene Burg Plankenstein.

(C) Werner Maier
Sitzen auf Strohballen, urige Bretter als Tische. Viele Träume von so mancher Veranstaltung wurden erfüllt. Auch wenn irgendein Bösewicht hier einen Plastikbecher eingeschummelt hat...

(C) Werner Maier
... sind die Tonbecher sicher eines der Details, auf die man in Plankenstein zu Recht stolz ist.

(C) Florian Machl
Sigi der Schmied, einer der eifrigsten Handwerker die je in der Mittelalterszene gesichtet wurden. Und er versteht seine Kunst.

(C) Florian Machl
Mitarbeiter der Burg mit "ambientigem" Leiterwagen. Natürlich kein Volltreffer für "Authentiker" aber bei Mittelalterfesten geht es für den Gelegenheitsbesucher auch um viel mehr. Was im Vorfeld etwas irritierte und manch falschen Eindruck schürte, war die Uniform der Veranstalter und ihren Getreuen.

(C) Werner Maier
Vorbildlich, auch wenn das sicher nicht jeder Veranstalter finanzieren kann: Statt unschönen Bauzäunen dienen hier Holzstapel als Begrenzung des Geländes.

(C) Werner Maier
Martin der Gemüsehändler bringt mit seinen aufwändigen Waren spezielles Flair auf jeden Markt.

(C) Werner Maier
Äußerst gelungene Aufnahme von Werner Maier: Alex der Gaukler.


Mittelalterfest Plankenstein - Hoffnungsträger für die Zukunft
Stimmige Erstauflage erntet Lob von allen Seiten
Florian Machl
28.05.2012 22:33

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Fotogalerie

Fotogalerie

Es gibt wohl kein Fest in den letzten Jahren, wo die Werbung und die Erwartungshaltung so unterschiedlich zu dem war, was schlussendlich geboten wurde. Und dies ist ausschließlich im positiven Sinne zu verstehen. Das Mittelalterfest auf der Burg Plankenstein in Niederösterreich vom 17. bis 20. Mai überraschte viele - und heimste überschwängliches Lob ein. Bei so vielen Vorschusslorbeeren und einer äußerst freudigen Erwartungshaltung werden die Folgejahre nicht einfach sein.

Der Flyer war düster gehalten, computermontierte Blitze zuckten aus dem Himmel. Wesentliche Auskunft über das, was den Besucher erwarten würde, war ihm nicht zu entnehmen. Dafür gab es als Special den viel verlachten "Mittelalter-Strip" am Samstag. Und dann... dann bissen sich viele sprichwörtlich in den Hintern, als sie die vielfältigen Fotogalerien zum Fest studierten.  Andere waren so tapfer und hatten den Weg ins Ungewisse gewagt. Sie wurden belohnt.

Auf einem weitläufigen, sehr gefälligen Areal - die gut erhaltene Burg als großartige Kulisse - hatten die Plankensteiner viele Händler aber auch Künstler eingeladen, die zu den besten der Szene zählen und als Publikumsmagneten bekannt sind. Für Unterhaltung sorgten Torxes und Pixel und Alex der Gaukler. Der grimmige Henker Hugi kam einen Tag auf Besuch und machte bei jedem Blödsinn mit - sehr zur Freude des verspielten Gauklervolkes. Arnulf das Schandmaul unterhielt als "Schandgeselle des Tages". Unter den Handwerkern sind in jedem Fall Civium Anasi, Viatoris Vitiosus sowie Sigi der Schmied hervorzuheben. Auch wenn das noch nicht alles an Highlights war - es waren schon einige Dinge, die Festbesucher gerne in Wort und Bild im Vorfeld gewusst hätten. Die Musiker von SkalTrian in der noch recht neuen Besetzung, mit dabei die Virtuosen Irmi Bleibinger und Stefan Jäger.

Die Huscarl Bildgalerie zeigt nicht nur die Schönheit des Veranstaltungsortes sondern auch die Vielfalt und die weise Wahl der Akteure. Die Veranstalter waren monatelang von Fest zu Fest gepilgert, hatten sich angesehen was in ihren Augen wohl das Beste war - und dies auch für ihr Fest engagiert. Hinzu kamen Details wie sehr schön gefertigte Tonbecher. Irgendwann endete natürlich der finanzielle Rahmen - auf Kämpfer und Tänzer musste vorerst verzichtet werden, obwohl auch hier fleißig verhandelt wurde. Doch 2012 ist nicht das Ende sondern der Anfang auf Plankenstein. Nach diesem Debüt wird man sich gewiss keine Sorgen machen müssen, zu wenig Darsteller oder Mitwirkende zu finden.

Einzig die Händlerschaft - die im Übrigen auch gut gewählt war - wird man mit etwas mehr - und vielleicht auch besseren Werbemaßnahmen ködern müssen. Denn die Besucherzahlen sind ausbaufähig. Was im Grunde genommen aber auch der einzige große Kritikpunkt bleibt - geknüpft an die Hoffnung, dass die Betreiber dies finanziell gut wegstecken und das "Projekt Mittelalterfest" als Aufgabe für mehrere Jahre sehen. Es geht bei einem Mittelalterfest nicht um die Authentizität (außer diese würde versprochen werden), es geht um das Gesamtpaket. Ein Fest, das dem Besucher schon beim ersten Mal eine solche Vorlage bietet - und zwar sowohl in Sachen Bildung als auch Show und Humor, ist jedenfalls einer der großen Hoffnungsträger für die kommenden Jahre.


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1. Kommentar von Neroly am 29.05.2012 um 16:04

kleiner Fehler...
Mir ist gerade bei  Lesen aufgefallen, dass sich ein inhaltlicher Fehler eingeschlichen hat.
Die Henker waren nicht am Fest, sondern nur einen Tag auf Besuch. :)

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2. Kommentar von Cu Ardin am 29.05.2012 um 16:44

...
und auch nur einer ;)

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3. Kommentar von das Schandmaul am 29.05.2012 um 19:54

Mir hat es Spaß gemacht
... ich war ja auch da und habe eigentlich ein tolles Fest erlebt. Leider wurde mir auf diesem Fest die Kindergitarre (die ich für das Zuberluder einsetzte) entwendet. Sollte es sich um einen dummen Scherz gehandelt haben: Es ist das Instrument meines Sohnes und ich würde das Ding gerne wiederhaben.

Es Grüßt Euch,
Arnulf das Schandmaul

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