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Taleworlds / Paradox Interactive
Für epische Schlachten zu Pferd und zu Fuß waren die beiden Vorgängerversionen Mount and Blade sowie Mount and Blade: Warbands bekannt.

Taleworlds / Paradox Interactive
Nun schreitet die Zeit voran. Neue Einheiten. Neue Waffen. Mount and Blades: Fire and Sword entführt den Spieler in die vielfältige Welt des Spätmittelalters.












Mount and Blade: Fire and Sword
Erspielbares Spätmittelalter bis Barock: Schusswaffengebrauch
Florian Machl
01.06.2012 12:03

Das Spielprinzip von Mount and Blade wurde weit über Genregrenzen hinaus euphorisch aufgenommen. Erfreulich authentische Ausstattung und Spielverlauf, Kampf zu Pferd, Ritterturniere, Hofintrigen und mehr. Die erste Fortsetzung ermöglichte dann das lange erwartete Multiplayerspiel mit bis zu 64 Teilnehmern am Schlachtfeld. Fire and Sword führt nun in kriegerische Welt des Spätmittelalters bis hin ins Frühbarock - erweitert um Kanonen und Feuerwaffen. Das Multiplayer ermöglicht nun Experimente wie "alte" Ritterarmeen gegen mit Schusswaffen ausgestattete Truppen antreten zu lassen.

Die Rahmenhandlung, angelehnt an Erzählungen des Literatur-Nobelpreisträgers Henry Sienkiewicz, führt den Spieler ins Osteuropa des Jahres 1655. Dort steht das katholische Großreich Polen-Litauen vor einem Kosaken-Aufstand und zwei Kriegen: Gegen Schweden und Russland. Spielerisch bietet dies eine Vielzahl historisch hochinteressanten Optionen. Neben den Polen sind die protestantischen Schweden, orthodoxe Russen, Kosaken sowie ein muslimisches Khanat auf der Krim-Halbinsel mit von der Partie.

Das Magazin Gamestar führt im Test nachvollziehbar aus, worin die Faszination des Nischentitels liegt: "Für manchen Hardcore-Spieler geht gleichzeitig mit dem Anspruch auch der Spielspaß flöten. Zum Glück aber ist die Angst vor der Herunterdummung übertrieben, und es gibt nach wie vor Spiele mit einer tiefgehenden Spielmechanik, die sich erst nach stundenlangem Spielen langsam erschließt und für deren Beherrschung man Wochen oder Monate braucht – wie Mount & Blade , das jetzt mit Fire and Sword ein Standalone-Addon zum zweiten Teil Warband bekommt."

Die spielerischen Möglichkeiten der freien Welt von Warbands wurden eine Spur zurückgefahren. Das liegt unter anderem daran, dass Fire and Sword eigentlich ein hochglanzpoliertes Addon zum ersten Teil darstellt. Dafür kann man jetzt mit Musketen und Granaten kämpfen und Löcher in Burgmauern sprengen.

Der Vorteil an dieser Spielreihe, die man fast dem Independent-Genre zuordnen kann, ist der bescheidene Preis. Mount and Blade - Fire and Sword ist um 15 Euro erhältlich. "Da kann man als Spieler fast nichts falsch machen", so das mehr oder weniger einhellige Urteil der Spiele-Fachzeitschriften. über die nunmehr dritte Erweiterung ist man geteilter Meinung. Neben großer Euphorie (ZTGD) sind auch verhaltene Reaktionen zu lesen. Man sollte das Spielprinzip, das Jahrhundert und das Genre lieben, um so richtig tief in die Materie einzutauchen. Dann, so heißt es, werde man nahezu süchtig.

Alternativ zu diesem Titel gibt es allerdings von der Spielercommunity entwickelte Erweiterungen, die vielleicht keine Rahmenhandlung aufweisen, aber inhaltlich zum Teil sogar noch komplexer sein sollen. Beispielsweise Mount and Musket - kostenfrei erhältlich.

Inzwischen ist auch der nächste offizielle Streich der Entwickler fertig. Als DLC (herunterladbarer Inhalt) kann man sich geschichtlich der Gegenwart weiter nähern. Es ist nun die konfliktreiche Zeit der Napoleonischen Kriege spielbar (Mount and Blade: Napoleonic Wars).


Weiterführende Links:






Vehi Mercatus

Der Bogenstand Gesierich

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1. Kommentar von Gallus am 03.06.2012 um 04:16

Mount and Musket
Erstmal vorweg - sehr schöner Artikel, ich selbst bin seit einiger Zeit Mount and Blade Spieler und bin total begeistert von diesem Spiel.

Allerdings was in dem Artikel leider falsch ist, ist dass Mount and Musket nicht mehr kostenfrei ist. Da es durch das DLC Napoleonic Wars mehr oder weniger "ersetzt" wurde und dadurch eigentlich nicht mehr gespielt wird.

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